Karakorum
Im Herzen des Orchon-Tals in der Mongolei befindet sich die Ruinenstätte Karakorum. Im Jahr 1220 legte der legendäre Herrscher Dschingis Khan den Grundstein für seine Residenzstadt.
Karakorum war das Verwaltungszentrum für das gewaltige Imperium von Dschingis Khan, das vom Mittelmeer bis zum Pazifik reichte. Mit ungeheurer Grausamkeit eroberte Dschingis Khan mit seinem Reitervolk viele Länder und hatte final das größte Landreich der Geschichte inne.
Karakorum war jedoch nicht nur die Hauptstadt dieses großen Imperiums, sondern auch ein wichtiger Handelsstützpunkt auf der legendären Seidenstraße und somit auch ein bedeutender Schmelztiegel zwischen Ost und West in diesem riesigen Reich.
Die Metropole der Mongolen existiere jedoch nur bis in das Jahr 1380 als das chinesische Heer die Stadt vollständig zerstörte. Geblieben ist von der einstigen Hauptstadt Karakorum heute nichts wirklich Sichtbares, Archäologen suchen jedoch stets nach Fundstücken. Auf den alten Ruinen von Karakorum wurde im Jahr 1585 mit dem Erdene Zuu das erste buddhistische Kloster der Mongolei errichtet, in dem einst 1.000 Mönche lebten.

